Pressemitteilung - Münchner Friedensbündnis und Gewerkschaftsaktive zum Antikriegstag am 1. September 2025:
Ein Zusammenschluss aus Gewerkschafts- und Friedensbewegung ruft zum Protest auf und fordert Kurswechsel statt Aufrüstung!
DGB München lädt ein zur Diskussion.
„Kriege stoppen!“ – unter diesem Motto steht die Münchner Kundgebung zum Antikriegstag 2025 am 1. September, dem Jahrestag des Überfalls der Hitler-Faschisten auf Polen. Veranstalter sind das Münchner Friedensbündnis, das gewerkschaftliche Aktiventreffen „Soziales rauf - Rüstung runter!“ sowie der Münchner Stadtverband der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) München und die Jugend der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) München.
Mit der Forderung „Geld fürs Leben, nicht fürs Sterben!“ kritisieren die Organisatoren der Protestkundgebung aus Friedens- und Gewerkschaftsbewegung in ihrem Aufruf zum Antikriegstag die schwindelerregenden Milliarden-Investitionen in die Aufrüstung:
„Bundeskanzler Merz möchte die Bundeswehr zur ‚konventionell stärksten Armee‘ Europas ausbauen. Dazu soll fast der halbe Bundeshaushalt in Aufrüstung und den Ausbau militärisch wichtiger Infrastruktur investiert werden und nicht in dringend benötigte Zukunftsinvestitionen, zum Beispiel in unser Bildungs- oder Gesundheitssystem und den Klimaschutz.“ Aufruf in voller Länge: https://antikriegstag-muenchen.de/aufruf/
Jürgen Grässlin, Pazifist und Rüstungsgegner, spricht am 1. September ab 19 Uhr im EineWeltHaus bei der Antikriegstags-Saalveranstaltung des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB München). Zuvor hält er am Stachus eine Rede auf der antimilitaristischen Kundgebung. Seine Motivation erklärt er so: „Aufrüstung, Wehrpflicht und Militarisierung in der Gesellschaft sowie im Bildungs- und Gesundheitswesen sichern keinen Frieden. Sie sind brandgefährliche Wege in den nächsten großen Krieg - nicht nur in Europa. Stattdessen benötigen wir wieder eine Entspannungspolitik, die europäische und internationale Sicherheit garantiert, die aktuelle Kriege am Verhandlungstisch beendet und einen Atomkrieg verhindert. Was wir brauchen sind konkrete Visionen einer friedlichen, gerechten und ökologisch intakten Welt, die wir Schritt für Schritt Wirklichkeit werden lassen.“
Dass München und Umgebung zu den größten Zentren der deutschen Rüstungsindustrie gehört, treibt die Friedensengagierten am Antikriegstag zusätzlich an. Brigitte Obermayer vom Münchner Friedensbündnis kommentiert dazu:
„Wie viele Wohnungen, Schulen, Kitas, Kliniken und Klimaschutzmaßnahmen könnten wir von den vielen Milliarden finanzieren, die stattdessen in steuerfinanzierte, staatliche Aufträge für die Rüstungsindustrie in Bayern und München fließen. Von den vielen menschen- und klimafreundlichen Arbeitsplätzen ganz zu schweigen, die dadurch gesichert oder geschaffen würden. Wir brauchen nicht die destruktive Rüstungsindustrie für Beschäftigungssicherung. Stahl- und Automobilarbeiter können auch Busse und Züge herstellen statt Panzer und Raketen.“
Bei der Kundgebung ab 17 Uhr am Stachus/Karlsplatz wird es die Möglichkeit für Pressefotos, Filmaufnahmen und Interviews geben. Die Münchner Künstlerin Tamara Banez macht Musik. Reden gibt es u.a. von Jürgen Grässlin (DFG-VK-Bundesprecher/Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsgegnerInnen), Heidi Meinzolt (Münchner Friedensbündnis), Ingrid Greif (ver.di-Vertrauensfrau MüK/Münchenklinik), Simon Ellmann (ver.di-Betriebsgruppe TUM) und Martin Matscheko (Münchner Gewerkschaftslinke).
Die Demonstration führt ab ca. 18:15 Uhr vom Stachus zum EineWeltHaus (Schwanthalerstr. 80) zur Saal-Veranstaltung des DGB München mit Jürgen Grässlin. Weitere Informationen finden Sie auf: